Die Rolle der FIFA
Aus dem heutigen Fußball ist die FIFA nicht wegzudenken. Die Abkürzung steht für „Fédération Internationale de Football Association“ oder übersetzt „Internationale Föderation des Verbandsfußballs“. Gegründet wurde die FIFA 1904 durch den Niederländer Carl Anton Wilhelm Hirschmann und den Franzosen Robert Guérin. Noch am Gründungstag traten der FIFA die Schweiz, Dänemark, Franreich, die Niederlande, Spanien, Belgien und Schweden bei. Deutschland meldete seine Teilnahme per Telegramm an. Heute besteht die FIFA aus 208 nationalen Fußballverbänden. Diese müssen unbedingt Mitglieder von einem der sechs Kontinentalverbände sein und werden finanziell und rechtlich durch die FIFA unterstützt. Der Kontinentalverband, der für Europa und Russland verantwortlich ist, ist die UEFA. Um die Interessen der Fußballverbände durchsetzen zu können, verfügt die FIFA über verschiedene Organe. Die wichtigsten sind der Kongress und der Exekutiv-Ausschuss, der vom Präsidenten geleitet wird. Während der Ausschuss die ausführende Hand der FIFA ist, stellt der Kongress die höchste Instanz in der Regelung des Fußballs dar und tagt seit 1998 jedes Jahr. Wichtige Änderungen, die schon in der Vergangenheit durch die FIFA ermöglicht wurden waren, die Zulassung des Fußballs zu den Olympischen Sommerspielen 1908, sowie die Erweiterung der teilnehmenden Mannschaften zuerst auf 24 und dann auf 32 im Jahre 1998. Obwohl die FIFA sich nur als Dachverband der Nationalverbände versteht, hat sie heute zahlreiche Rechte und Werbeverträge abgeschlossen, was in den vergangenen Jahren immer wieder zu Skandalen und Bestechungsaffären geführt hat. Dadurch hat der Ruf der FIFA international erheblich gelitten.