Trainerwechsel in Dortmund: Ärmel hochkrempeln ist angesagt

Nach dem verlorenen Spiel gegen Bremen war allen Beteiligten in Dortmund klar: Trainer Peter Bosz ist nicht mehr zu halten. Die Vereinsführung teilte mit, dass man zukünftig getrennte Wege gehen werde. Nachfolger von Bosz wird Peter Stöger, den man vor wenigen Tagen in Köln entlassen hatte. Der Vertrag wurde bis zum Sommer geschlossen.

Die Trainerwechsel scheinen in dieser Saison schneller abzulaufen als in den letzten Jahren. Bosz ist bereits der fünfte Coach, der seinen Platz freimachen muss. Die Dortmunder haben seit acht Spielen in der Bundesliga nicht mehr gewonnen. Mit nur zwei Punkten aus sechs Spielen reichte es auch nicht für die Champions League, so dass jetzt nur noch die Europaliga auf dem Plan steht. Zwar steht die Mannschaft im Achtelfinale für den DFB-Pokal, doch der Gegner ist Bayern München, und es ist fraglich, ob es mit der derzeitigen Performance ausreicht, die Bayern zu schlagen. In den letzten 13 Spielen hatte es nur für einen einzigen Sieg gereicht, dieser war bei einem Drittligisten zu verbuchen.

Die Vereinsführung zeigt sich angesichts der scheinbar reibungslosen Trennung angenehm überrascht und dankbar, dass man sich vernünftig trennen konnte. Ebenso ist man hocherfreut, dass mit Peter Stöger so schnell ein Nachfolger gefunden wurde. Er in Köln abservierte Trainer freut sich offenbar sehr darauf, jetzt in Dortmund zu übernehmen, Bis Mitte nächsten Jahres soll er in Dortmund wieder in Ordnung bringen, was dort in den letzten Monaten zerstört wurde. Ein Problem mit dem schnellen Wechsel von Köln nach Dortmund sieht er nicht, vielmehr freut er sich nach eigenen Angaben auf die neue Herausforderung.

In den nächsten Wochen dürfte für Dortmund nur ein Ziel gelten: Man will wieder Punkte holen. Die Saison hatte vielversprechend angefangen, denn man hatte in den ersten sieben Spielen immerhin 19 Punkte eingestrichen. In den nächsten achte Spielen waren dann nur noch drei Punkte möglich, und diesen deutlichen Wechsel muss die Mannschaft nun verkraften. Nun darf man abwarten, die die Dortmunder Spieler mit dem neuen Trainer auskommen und ob sich das Blatt noch wenden lässt. An der Begeisterung des Trainers dürfte es jedenfalls nicht liegen.

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