DFB: Stimmen zum Bierhoff-Aus – Tuchel steht für Flick-Job bereit

Wie geht es weiter beim DFB nach dem Ausscheiden von Direktor Oliver Bierhoff, der für die Nationalmannschaft und die Akademie verantwortlich zeichnete? Einige Ex-Spieler des DFB-Teams äußern sich positiv über die Arbeit des 54-Jährigen. Beispielsweise Per Mertesacker führt aus, dass Bierhoff „viel mehr gemacht hat als viele vermutlich denken“. Das Aus sei trotzdem richtig gewesen. Dies sei der Mechanismus nach drei Turnieren, „mit denen wir nicht so zufrieden waren“. Christoph Kramer nennt das Bierhoff-Aus „schade“. Er habe dem bisherigen Verantwortlichen viel verdanken.

Schweinsteiger fordert einen „unangenehmeren“ Nachfolger

Nicht alle Ex-Spieler sprechen in dieser Form. Bastian Schweinsteiger bescheinigt Bierhoff zwar, viel für den deutschen Fußball getan zu haben. Aber es sei nun der Zeitpunkt erreicht, dass „jemand anderes kommt“. Dies brauche die Nationalmannschaft. Die Entscheidung zur Trennung „sei klar die richtige“. Als Nachfolger für Bierhoff wünscht sich der Weltmeister von 2014 eine Person, die „unbequemer“ als der bisherige Mann sei und vor dem die Spieler Respekt hätten. Schweinsteiger nennt Stefan Effenberg und Michael Ballack als in seinen Augen geeignete Kandidaten.

Tuchel würde angeblich für Flick übernehmen

Bierhoffs Ausscheiden könnte dazu führen, dass Bundestrainer Hansi Flick von seiner Seite kein Interesse daran hat, im Amt zu bleiben. Er erklärte, dass seinem Trainerteam und ihm schwerfalle sich vorzustellen, wie die entstandene Lücke „fachlich und menschlich“ geschlossen werden kann. Flick gab seine drei letzten Posten (DFB-Sportdirektor, Geschäftsführer TSG Hoffenheim, Cheftrainer FC Bayern München) auf, als er der Überzeugung war, dass das Arbeitsumfeld nicht mehr stimmte. Insofern ist dieses Szenario nicht unwahrscheinlich – und schon gar nicht nach der zitierten Aussage.

Thomas Tuchel könnte sich vorstellen, den Posten als Bundestrainer zu übernehmen. So berichtet es zumindest der „kicker“, der schildert, dass die Aufgabe den früheren Chelsea-Coach reizen würde. Langweilig wird es beim DFB in den kommenden Tagen sicher nicht.

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