FC Zürich trennt sich von seinem deutschen Trainer
Eigentlich standen deutsche Trainer beim FC Zürich hoch im Kurs. André Breitenreiter hat schließlich doch ziemlich überraschend die Meisterschaft in der letzten Saison gewinnen. Zum Leidwesen der Verantwortlichen zog es ihn jedoch zurück in die Heimat zur TSG Hoffenheim. Ihn ersetzte mit Franco Foda ein weiterer Deutsche. Der gebürtige Mainzer hatte in den fünf Jahren zuvor das österreichische Nationalteam betreut und bei der EM 2021 immerhin die KO-Runde erreicht. Beim FCZ ging jedoch alles schief – weshalb der Klub nun die Notbremse gezogen und Foda beurlaubt hat.
Nur zwei Punkte aus acht Spielen
Manche Trainerentlassungen sind diskussionswürdig. Diese ist es eher nicht: Foda holte aus den ersten acht Ligapartien lediglich zwei Punkte. In der Qualifikation für die Champions League war gegen einen Gegner aus Aserbaidschan (Qarbag Agdam) Schluss. Die letzten sechs Pflichtspiele waren allesamt Pleiten. Darunter waren zwei Partien in der Europa League und ein Duell im Pokal. Zürich läuft also in jeglicher Hinsicht den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Ein Stück weit war Foda Opfer der Umstände, da mit Assan Ceesay und Willy Gnonto wichtige Stützen seines Teams den Verein verließen, aber nicht gleichwertig ersetzt wurden. Trotzdem hätte die Qualität der Mannschaft eigentlich ausreichen müssen, um deutlich erfolgreicher zu agieren.
Der neue Trainer soll in der Länderspielpause kommen
Er bedauere die Trennung von Foda außerordentlich, erklärte Präsident Ancillo Canepa. Leider hätten die Ergebnisse sowohl in der Meisterschaft wie auch im Pokal „nicht den Erwartungen entsprochen“. Immerhin spiele das Team aber in der Europa League. Er wünsche Foda und dessen ebenfalls beurlaubtem Trainerstab alles Gute. Der Nachfolger des Deutschen soll in der Länderspielpause kommen. Es ist noch nicht bekannt, wer künftig an der Seitenlinie des FCZ stehen wird. Der neue Mann hat allerdings zum Auftakt gleich eine brisante Aufgabe: Es wartet das Derby gegen GC. Und die Hoppers hatten mit zwölf Zählern aus acht Spielen einen guten Saisonstart.