Hall of Fame: Hoeneß nimmt freiwillig Abschied
Auch in Deutschland gibt es eine „Hall of Fame des Sports“. Nach US-Vorbild werden hier Akteure geehrt, die sich durch große Erfolge und ein außergewöhnliches Engagement für ihre jeweilige Disziplin ausgezeichnet haben. Geleitet und verwaltet wird das Projekt von der Deutschen Sporthilfe. Bislang gehörte auch Uli Hoeneß zur Hall of Fame. Völlig zu Recht, wie man bis zum Bekanntwerden seiner Steuervergehen dachte. Um einen peinlichen Ausschlussprozess zu vermeiden, hat der frühere Bayern-Präsident inzwischen Nägel mit Köpfen gemacht.
Hoeneß tritt zurück
So teilte die Deutsche Sporthilfe mit, dass der frühere Stürmer nicht länger Teil der Hall of Fame sei. Er habe darum gebeten, dass seine Mitgliedschaft beendet werde, so das Schreiben der Betreiber der Hall of Fame weiter. Man habe diesem Wunsch entsprochen. Hoeneß habe zudem auch die Goldene Sportpyramide zurückgeschickt, die man ihm im Jahr 2009 überreicht hatte. Mit dieser war der damalige Bayern-Manager für sein Lebenswerk geehrt worden.
Was ist die Goldene Sportpyramide?
Die Goldene Sportpyramide ist so etwas wie die Eintrittskarte in die Hall of Fame. Sie wird an „herausragende Persönlichkeiten des Sports“ überreicht. In aller Regel findet dies im Berliner Hotel Adlon in der zweiten Hälfte des Mais statt. Im Jahr 2014 ist der entsprechende Termin beispielsweise auf den 19. Mai festgesetzt. Durch den Hoeneß‘ Rücktritt sind momentan 79 Personen Mitglieder der Hall of Fame. Der Preisträger dieses Jahres wird die Nummer 80. Bislang ist aber noch nicht bekannt, wen die Deutsche Sporthilfe ehren möchte. Das entsprechende Vorschlagrecht haben neben der Sporthilfe auch der Verband der deutschen Sportjournalisten sowie der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB).