Schattenseiten des Fußballs
Mit der zunehmenden Steigerung der Bekanntheit und der Beliebtheit, hat sich in der modernen Welt auch eine so genannte dunkle Seite des Fußballs entwickelt. Diese umfasst in der Vergangenheit bekannt gewordene Skandale über Bestechungen, Dopingmissbrauch und vor allem den Hooliganismus. Als Hooligans werden in der Gesellschaft extrem gewaltbereite Fans bezeichnet, die bei den Spielen ihrer Lieblingsmannschaften Gewalt verbreiten und oft Schlägereien anfangen. Nicht selten werden hier auch Waffen verwendet und Menschen schwer verletzt. Viele Vereine distanzieren sich deutlich von derart gewaltbereiten Fans und unterstützen auch freiwillig Maßnahmen, um gegen die Hooligans aufzuklären. Die Gewaltbereitschaft dieser Fans ist Grund für ein immer stärker werdendes Polizeiaufkommen und größere Sicherheitsbestimmungen bei den Spielen. Ein weiterer Teil der dunklen Seite des Fußballs ist der Drogenmissbrauch. Für ihn gibt es sowohl in den Vereinen, als auch in der Öffentlichkeit bislang nur wenig Beachtung. Grund hierfür ist vor allem, dass nur wenige Drogenskandale im Fußball bekannt sind. Dabei warnen zahlreiche Sportmediziner, dass gerade Spitzenspieler einem hohen Erfolgsdruck ausgesetzt sind. Stoffe, die Fußballspieler benutzen könnten, um ihre Leistung zu steigern sind vor allem Morphine zur Schmerzlinderung, Stimulanzien um Konzentrations- und Risikobereitschaft zu erhöhen oder Steroide um das Wachstum von Muskeln zu beschleunigen. Der wohl berühmteste Dopingfall stammt aus Italien. Dort wurden in den 1990er Jahren mehrere Personen, darunter ein Manager und ein Arzt, für schuldig befunden, ganze Teams mit Dopingmitteln versorgt zu haben. Aber auch in Deutschland sind derartige Fälle bekannt. So wurde Oliver Khan im Jahre 2007 von der Champions League gesperrt und musste 12.339 Euro Strafe zahlen, weil er bei einer routinemäßigen Drogenkontrolle die Beherrschung verlor. Der DFB (Deutscher Fußball Verband) führte zwar 2004 freiwillige Kontrollen ein, lehnte aber bislang Forderungen ab, die eine Schaffung einer nationalen Anti-Doping-Agentur oder eine Blutbank für Vergleichsproben vorsahen. Zudem werden vom DFB nur Urinproben untersucht. In Urin aber lassen sich genommene Substanzen erst später und in viel geringerer Konzentration nachweisen als im Blut.