Freitagsspiel 22. Spieltag: Werder gewinnt glücklich in Wolfsburg

Das Freitagsspiel des 22. Spieltags zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen stand voll im Zeichen des Abstiegskampfs. Schließlich spielte Platz 14 gegen Rang 16. Werder gewann mit 2:1 in der VW Arena und muss in der Rückschau auf die Partie auf die Gnade des Sprichwortes hoffen, das einen hinterher keiner mehr fragt, wie man gewonnen hat. Wolfsburg war das mit Abstand bessere Team und feuerte 27 Torschüsse auf den Kasten der Bremer ab – 18 allein in Halbzeit 1. Beide Werte bedeutet Saisonrekord in der Bundesliga.

Gnabry bricht Wolfsburg das Genick
Nach dem Mann des Tages muss man nicht lange suchen. Serge Gnabry erzielte beide Tore für den SV Werder (10./ 18. Minute) und brachte sein Team früh mit 2:0 in Front. Werder gewann allerdings auch durch den Vorsprung von zwei Toren keine Sicherheit. Borja Mayoral konnte nur 102 Sekunden nach dem zweiten Bremer Treffer das Anschlusstor für die Wölfe erzielen. Danach begann im Prinzip bis zum Abpfiff das Spiel auf ein Tor. Lediglich Bartels, Kruse und Pizarro hatten noch einmal die Gelegenheit, für Werder zu treffen. Ganz anders die Wölfe: Im Prinzip hatte jeder Feldspieler wenigstens eine Chance, ein Tor zu erzielen.

Wolfsburg traf zwei Mal den Pfosten. In zwei Szenen hätte man über einen Elfmeter für die Wölfe zumindest sprechen können. Überdies hielt Bremens Schlussmann Felix Wiedwald einige Male sehr gut. Der eingewechselte Mario Gomez schlug außerdem in der dritten Minute der Nachspielzeit freistehend völlig unbedrängt über den Ball. Werders Innenverteidiger Lamine Sané erwies sich für Werder überdies als Turm in der Schlacht. Ungefähr ab der 70. Minute bekam Wolfsburg außerdem konditionelle Probleme und Bremen gewann langsam so etwas Ähnliches wie Sicherheit. Bitter für VfL-Trainer Valerien Ismael: Dieses Spiel könnte ihn den Job kosten. Die Verantwortlichen der Wölfe äußerten sich nach dem Abpfiff alle sehr defensiv in der Frage, ob der Franzose eine Zukunft in Wolfsburg haben wird.

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