Nach dem Anschlag: Borussia Dortmund verliert das Nachholspiel mit 2:3
Borussia Dortmund muss sich dem AS Monaco im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League mit 2:3 geschlagen geben. Die Begegnung der beiden Mannschaften im Dortmunder Signal Iduna Park stand im Schatten der Bombenanschläge auf den BVB-Mannschaftsbus am Vortag. Nicht einmal 24 Stunden nach den Geschehnissen sollte im Stadion wieder der Fußballalltag einkehren. Gerade die Dortmunder hatten damit aber zunächst Probleme.
Nach der 1:4-Niederlage in München konnte Trainer Thomas Tuchel wieder auf die Dienste von Julian Weigl und Shinji Kagawa zurückgreifen. Beide Spieler hatten in München aufgrund von Verletzungen gefehlt. Der BVB übernahm zu Beginn das Kommando, allerdings war die Mannschaft offenbar mit den Gedanken noch nicht beim Spiel. Während offensiv kaum etwas gelang, wurde es vor dem eigenen Tor immer wieder gefährlich. Monaco konterte blitzschnell, was in der 16. Minuten in einem Elfmeter resultierte. Allerdings verschoss Fabinho, sodass es beim 0:0 blieb,
Ein paar Minuten später fiel dann aber doch die Führung. Mbappé Lottin traf nach einer Flanke zum 0:1, stand dabei jedoch klar im Abseits. Im Anschluss fand die Borussia etwas besser ins Spiel. Einigen guten Szenen folgte jedoch promt das 0:2. Sven Bender hatte eine gegnerische Flanke ins eigene Tor gelenkt. Da der Verteidiger zuvor aber von Falcao am Fuß getroffen wurde, war auch dieser Treffer etwas diskussionswürdig.
Nach dem Wiederanpfiff war die Borussia dann endgültig im Spiel angekommen. Der BVB entwickelte viel Druck auf das Tor und kam folgerichtig zum Anschlusstreffer durch Dembelé. In der Folge spielte Dortmund auf den Ausgleich, musste aber erneut einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Fehlpass von Piszczek holte sich Lottin den Ball und blieb vor dem Tor eiskalt. Die Dortmunder steckten in der Folge aber nicht auf und schließlich sorgte Kagawa in der 84. Minute für den erneuten Anschlusstreffer und das Endergebnis.
Im Anschluss an das Spiel zeigten sich viele Dortmunder Spieler kritisch gegenüber der Ansetzung. Nach dem Bombenanschlag hätte sich die Mannschaft mehr Zeit und eine spätere Spielwiederholung gewünscht. Im Rückspiel muss der BVB die Ereignisse aber endgültig hinter sich lassen, will man das Halbfinale noch erreichen. Das Spiel findet am Mittwoch um 20.45 Uhr statt.