VfL Wolfsburg: De Bruyne als Sündenbock

Der VfL Wolfsburg weiß nicht so recht, was er von der Saison 2013/14 halten soll: Die Wölfe stehen auf Platz sechs der Tabelle, nachdem sie sich 1:1 vom FC Augsburg am 27. Spieltag trennten. Das Team von Trainer Dieter Hecking ist damit deutlich besser platziert als in den Vorjahren. Gefühlsmäßig läuft es dennoch den eigenen Ansprüchen hinterher – allein für Luiz Gustavo und Kevin de Bruyne flossen in dieser Saison mehr als 40 Millionen Euro Ablöse. So konnten sonst nur der FC Bayern München sowie Borussia Dortmund investieren. Entsprechend groß waren die Erwartungen, die bislang nicht erfüllt werden konnten. Der Belgier ist dabei Sinnbild und Sündenbock für die Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit beim VfL.

Gelb-Rot nach Rempler gegen den Schiedsrichter
Gegen Augsburg flog de Bruyne vom Feld, weil er die gelb-rote Karte sah. Was an sich nicht besonders dramatisch wäre, ist in der Wirklichkeit jedoch sehr brisant, denn der Offensivspieler war mit der Ampelkarte bestens bedient. Die zweite Gelbe erhielt wegen eines absichtlichen Remplers gegen den Schiedsrichter. Es ist nicht gewagt, die These aufzustellen, dass er sich auch über eine glatt rote Karte nicht hätte beschweren dürfen.

Pause gegen Werder
Das Spiel, das der Belgier aussetzen muss, ist ausgerechnet die Partie gegen Werder Bremen in der Weserstadt. Vom heutigen VfL-Manager Klaus Allofs verpflichtet, spielte de Brunye die letzte Spielzeit zur Leihe für Werder. Es waren seine starken Leistungen damals, die dafür sorgten, dass Bremen nicht absteigen musste – und die Allofs wohl auch dazu bewogen, ihn fest nach Wolfsburg zu holen. Zumindest bei Werder werden sie froh sein, dass es in dieser Saison kein Wiedersehen auf dem Feld gibt. Sollte der VfL in Bremen etwas liegen lassen, dürfte der Sündenbock hierfür jedoch schnell gefunden sein.

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