HSV feuert Knäbel – Heldt kommt nicht
Der Hamburger SV und Peter Knäbel gehen ab sofort getrennte Wege. Die Hanseaten haben den Sportchef mit unmittelbarer Wirkung freigesetzt. Dessen Arbeitspapier läuft zwar eigentlich noch bis Ende Juni 2017. Allerdings seien die Auffassungen darüber, wie man weitermachen solle, zu unterschiedlich gewesen, um die Zusammenarbeit fortzusetzen, so Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer. Aus diesem Grund erhält Knäbel zwar sein Gehalt weiter bis zum Ende seines Vertrags – es sei denn, er findet vorher einen neuen Job – allerdings muss er schon jetzt sein Büro räumen.
Kein Heldt: Beiersdorfer übernimmt
Die Gerüchte, dass der HSV Knäbel den Stuhl vor die Tür setzen könnte, gibt es seit einigen Tagen. Allerdings wurde spekuliert, dass das Schalkes geschasster Manager Horst Heldt kommen werde. Diese Meldungen haben sich allerdings als falsch erwiesen. Hamburg löst das Problem intern. Beiersdorfer erklärte, dass er nach Abstimmung mit seinen Vorstandskollegen künftig die Aufgaben von Knäbel übernehmen werde. Ihm zur Seite steht dabei Bernhard Peters, der weiterhin für das Scouting und den Jugendbereich zuständig bleibt. Beiersdorfer macht damit künftig den Job, mit dem er sich erst für den HSV interessant gemacht hatte – als Kaderplaner.
Knäbel war der falsche Mann
Natürlich haben weder Beiersdorfer noch Knäbel ausgeführt, wie genau die unterschiedlichen Auffassungen aussahen, die man hatte. Vom Vorstandsboss kam lediglich, dass man „besser werden muss, viel besser.“ In der Rückschau kann man aber wohl trotzdem sagen, dass Knäbel der falsche Mann war. Dies hatte weniger mit seiner unglücklichen Rucksack-Affäre zu Beginn dieser Saison zu tun. Und auch nichts mit seinen peinlichen Spielen als Interimstrainer. Sondern mehr damit, dass er am letzten Tag des Transfermarkts sicher zugesagte Wechsel doch wieder absagte. Knäbel gilt in der Branche als sprunghaft und wenig vertrauenswürdig. Er hat damit dem HSV schwer geschadet. Deshalb musste er gehen.