Mehr Geld und Macht für die großen Vereine: Rummenigge setzt sich gegen UEFA
Karl-Heinz Rummenigge ist nicht nur der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Er übt diese Funktion auch für die European Club Association (ECA) aus. Offiziell vertritt jene alle europäischen Profi-Vereine, faktisch handelt es sich jedoch um die Lobby-Organisation der Klubs aus den großen europäischen Top-Ligen. Und Rummenigge hat diesen gut gedient, erzielte er jüngst doch einen großen Sieg gegen die UEFA in Bezug auf die Champions League-Reform. Damit die großen europäischen Vereine ihre Pläne von einer europäischen Superliga begraben, erhalten sie mehr Startplätze, einen größeren finanziellen Teil vom Kuchen und ein deutliches Plus an Macht.
Das hat Rummenigge für die großen Vereine im Detail erreicht
Schon länger ist bekannt, dass die vier großen europäischen Topligen – zu denen auch die Bundesliga zählt – künftig vier fixe Startplätze haben. Qualifikationen sind für die Teams dieser Ligen damit Geschichte. Zudem kommen 16 der 32 Teams, also 50 Prozent der Mannschaften, damit künftig aus den vier großen Ligen.
Überdies erhalten diese künftig mehr Geld. Die konkreten Zahlen sind nicht nach außen gedrungen, doch die Starter aus den vier Topligen werden in Zukunft wohl den Löwenanteil der rund drei Milliarden Euro pro Jahr erhalten, welche die UEFA über die TV-Vermarktung der Königsklasse erreicht. Auch das war zu erwarten.
Der letzte Punkt jedoch nicht: Die UEFA hat der ECA zugesichert, dass in jene künftig ein Mitspracherecht hat, wenn es Veränderungen von Champions- und/ oder Europa League geben sollte. Über jene wird künftig gleichberechtigt zwischen dem Verband und den Vereinen entschieden. Anders ausgedrückt: Die UEFA kann ohne Zustimmung der Klubs das bislang erreichte nicht mehr zurückdrehen. Dies bedeutet einen erheblichen Machtzuwachs insbesondere der großen Vereine.