Stuttgarts Abwärtsspirale
Die Krise vom VfB Stuttgart spitzt sich immer weiter zu. Am fünften Spieltag verlor der VfB auswärts bei RB Leipzig mit 0:2 und wartet weiter sehnlich nach dem ersten Erfolgserlebnis in der laufenden Bundesligasaison. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft sollte den Schwaben zu denken geben – und auch die Defensive macht in der zweiten Halbzeit keinen allzu guten Eindruck. Kein Wunder also, dass die T-Frage in Stuttgart wieder heiß durch die Gazetten der Republik diskutiert wird.
Beim Blick auf Stuttgart darf aber auch nicht vergessen werden, dass die Leipziger ein gutes Spiel machten. Leipzigs Coach Ralf Rangnick änderte seine Startelf nach dem glücklichen 1:1 gegen Eintracht Frankfurt auf den beiden Außenverteidigerpositionen: Sarachhi und Laimer runter, dafür Halstenberg und Mukiele dabei. Letzterer feierte sein Startelf-Debüt nach überstandenem Kreuzbandriss. Auf Stuttgarter Seite nahm Coach Tayfun Korkut vier Wechsel vor: Aogo, Thommy, Sosa und Maffeo ersetzen Insua, Castro, Beck und Gonzalez.
Stuttgarter Dominanz ohne Chancen
In den ersten 45 Minuten waren die Gäste aus dem Schwabenland die dominierende Mannschaft, ließen aber in der Offensive die so wichtige Durchschlagskraft vermissen. Der VfB hatte 59 Prozent Ballbesitz, aber eben auch nur eine klare Torchance. Sosas Flanke fand Mario Gomez, der mit seinem Abschluss knapp über den Kasten zielte – er stand ohnehin im Abseits. Das war’s schon mit klaren Chancen für Stuttgart (37.).
Leipzig zeigte sich zu Beginn verhalten und wartete erst einmal ab. Je weiter die Uhr ging, desto forscher und mutiger wurden die Roten Bullen. Timo Werner hatte die erste Großchance in der 23. Minute, als er aus sechs Metern kläglich vergab. Kurz darauf wurde Kevin Kampls Schuss entscheidend abgefälscht (33.), ehe Willi Orban den Bann brechen sollte: Timo Baumgartl konnte eine Ecke nicht entscheidend klären, Ron-Robert Zieler ließ Kampls Schuss nach vorne prallen und Orban staubte ab. 1:0 zur Halbzeit (45.+1.).
Werners Treffer zählt nicht
Nach Wiederanpfiff sollte sich das Bild bestätigen. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, aber Leipzig war in der Offensive einfach effektiver. Der begnadigte Jean-Kevin Augustin war es schließlich nach seiner Einwechslung, der den 2:0-Endstand nach Flanke von Halstenberg herstellte (80.). Für Stuttgart geht es am Wochenende zuhause gegen Werder Bremen.