Freitagsspiel 22. Spieltag: Werder gewinnt glücklich in Wolfsburg

Das Freitagsspiel des 22. Spieltags zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen stand voll im Zeichen des Abstiegskampfs. Schließlich spielte Platz 14 gegen Rang 16. Werder gewann mit 2:1 in der VW Arena und muss in der Rückschau auf die Partie auf die Gnade des Sprichwortes hoffen, das einen hinterher keiner mehr fragt, wie man gewonnen hat. Wolfsburg war das mit Abstand bessere Team und feuerte 27 Torschüsse auf den Kasten der Bremer ab – 18 allein in Halbzeit 1. Beide Werte bedeutet Saisonrekord in der Bundesliga.

Gnabry bricht Wolfsburg das Genick
Nach dem Mann des Tages muss man nicht lange suchen. Serge Gnabry erzielte beide Tore für den SV Werder (10./ 18. Minute) und brachte sein Team früh mit 2:0 in Front. Werder gewann allerdings auch durch den Vorsprung von zwei Toren keine Sicherheit. Borja Mayoral konnte nur 102 Sekunden nach dem zweiten Bremer Treffer das Anschlusstor für die Wölfe erzielen. Danach begann im Prinzip bis zum Abpfiff das Spiel auf ein Tor. Lediglich Bartels, Kruse und Pizarro hatten noch einmal die Gelegenheit, für Werder zu treffen. Ganz anders die Wölfe: Im Prinzip hatte jeder Feldspieler wenigstens eine Chance, ein Tor zu erzielen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schalke 04 & Huntelaar: Die Zeichen stehen auf Trennung

Seit sechseinhalb Jahren spielt Klaas-Jan Huntelaar nun schon für den FC Schalke 04 – und sehr lange war dies eine glückliche Liebesgeschichte. Doch dies hat sich geändert: Zahlreiche Verletzungen warfen Huntelaar immer wieder zurück. Der 33-Jährige hat seinen Status als Lebensversicherung verloren und ist nur noch Ersatz. Sein Vertrag läuft immer Sommer aus und die Zeichen stehen auf Trennung. Huntelaar hat zwar eine Klausel in seinem Kontrakt, die eine automatische Verlängerung um ein Jahr ermöglichen würde, allerdings wird es dem Niederländer kaum gelingen, die Bedingungen zu erfüllen.

Huntelaar müsste viel in der Rückrunde spielen
Die Klausel im Vertrag des Niederländers sieht vor, dass jener wenigstens die Hälfte aller Spiele machen müsste, damit sich das Arbeitspapier um ein Jahr verlängert. In der Hinrunde kam Huntelaar nur auf neun von 24 Partien – und dies trotz der Verletzung von Breel Embolo. Jener wird zwar auch noch den größten Teil der Rückrunde ausfallen, doch verpflichteten die Knappen unlängst Guido Burgstaller. Der Transfer ist ein deutliches Zeichen in Richtung Huntelaar, dass seine Dienste nicht länger gebraucht werden. Da helfen auch die Beteuerungen von Manager Christian Heidel nicht, dass der Niederländer gesund eine willkommene Verstärkung wäre. Diesen Beitrag weiterlesen »

Leipzig-Pleite: Schmidt macht Leno zum Sündenbock

Es war eine 2:3-Pleite der bitteren Sorte, die Bayer 04 Leverkusen gegen RB Leipzig am elften Spieltag kassierte. Man lag zwei Mal im eigenen Stadion in Führung und hätte das Duell mit dem neuen Tabellenführer eigentlich für sich entscheiden müssen. Zumal man sogar beim Stande von 2:1 einen Elfmeter hatte, den Hakan Calhanoglu allerdings versemmelte. Es war nicht das nicht erste Mal in dieser Saison, dass dem Türken vom Elfmeterpunkt die Nerven versagten. Sein Coach Roger Schmidt fand dies allerdings nicht sonderlich schlimm. „Wir werden irgendwann mal einen reinschießen“, so der höhnische Kommentar des Coaches. Schmidt konnte wohl deshalb mit dem verschossenen Elfmeter leben, weil er in Gestalt von Bernd Leno einen Sündenbock gefunden hatte.

Schmidt: Leno muss 2:2 halten
Den Trainer der Werkself ärgerte es maßlos, dass der Nationalkeeper den Ball zum 2:2 von Emil Forsberg in den Kasten ließ. Zwar sah Leno dabei wirklich nicht sonderlich gut aus, aber dass Schmidt die Szene öffentlich mit Sätzen wie „so einen Treffer hat er im ganzen Leben noch nicht gekriegt“ oder „aus der Distanz kann man so einen Ball schon mal halten“ kommentiert, ohne zu erwähnen, dass seine Defensive so überhaupt keine Lust hatte, den Gegner am Schuss zu stören, ist freundlich ausgedrückt schon ungewöhnlich. Es sei nur erwähnt, dass das Verhältnis zwischen Leno und Schmidt bereits in der letzten Saison extrem schlecht war und nur sehr mühsam wieder gekittet werden konnte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Werder Bremens Manneh: Ein Fußballmärchen wurde wahr

Die besten Märchen schreibt immer noch das wahre Leben, so auch im Fußball. Aus dem Flüchtlingsjungen Ousman Manneh ist bei Werder Bremen ein umjubelter Torschütze geworden.

„Einer meiner größten Träume ist wahr geworden“

Die Liga staunt nicht schlecht. Vor ein paar Wochen haben Experten den SV Werder Bremen noch für einen sicheren Absteiger gehalten, doch nach dem 2 : 1-ERfolg gegen Champions League-Teilnehmer Bayer Leverkusen haben die Norddeutschen zu alter sTärke zurück gefunden. Neben Alexander Nouri hat auch ein 19jähriger Flüchtlingsjunge seinen Anteil am Erfolg der Bremer: Ousman Manneh kam im Alter von 17 Jahren nach Bremen, weil er vor der Diktatur in Gambia fliehen musste. Zunächst spielte er beim Blumenthaler SV im Norden Bremens, für den er 16 Treffer in der Oberliga erzielte. Schnell wurde nicht nur Werder Bremen auf das junge Talent aufmerksam. Auch der HSV, der FC St. Pauli und Schalke 04 buhlten um den jungen Mann, doch dieser entschied sich für Werder Bremen. Kurz nach seinem 16. Geburtstag war der Deal perfekt. Manneh unterschrieb den Vertrag und war von da an in der Obhut von Trainer Alexander Nouri. Der Coach förderte und unterstütze den Jungen auch privat, denn er kennt die ganze berührende Geschichte seiner Flucht. Nun bekam Manneh auch seine Chance bei den Profis, denn Nouri ist von seinem Talent überzeugt. Manneh selbst sagt dazu, einer seiner größten Träume sei in Erfüllung gegangen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Mehr Geld und Macht für die großen Vereine: Rummenigge setzt sich gegen UEFA

Karl-Heinz Rummenigge ist nicht nur der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Er übt diese Funktion auch für die European Club Association (ECA) aus. Offiziell vertritt jene alle europäischen Profi-Vereine, faktisch handelt es sich jedoch um die Lobby-Organisation der Klubs aus den großen europäischen Top-Ligen. Und Rummenigge hat diesen gut gedient, erzielte er jüngst doch einen großen Sieg gegen die UEFA in Bezug auf die Champions League-Reform. Damit die großen europäischen Vereine ihre Pläne von einer europäischen Superliga begraben, erhalten sie mehr Startplätze, einen größeren finanziellen Teil vom Kuchen und ein deutliches Plus an Macht.

Das hat Rummenigge für die großen Vereine im Detail erreicht
Schon länger ist bekannt, dass die vier großen europäischen Topligen – zu denen auch die Bundesliga zählt – künftig vier fixe Startplätze haben. Qualifikationen sind für die Teams dieser Ligen damit Geschichte. Zudem kommen 16 der 32 Teams, also 50 Prozent der Mannschaften, damit künftig aus den vier großen Ligen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kruse: Wolfsburg will neun Millionen Euro sehen

Noch immer ist Max Kruse Spieler des VfL Wolfsburg, dabei sind sich der Profi und der Klub eigentlich einig, dass man so schnell wie möglich getrennte Wege gehen möchte. Dies ist allerdings auch der einzige Punkt, in dem die Niedersachsen und der Angreifer übereinstimmen. Vor allem die Ablöseforderung der Norddeutschen bereitet Kruse Kummer, da jene sehr hoch ausfällt. Laut „Bild“ verlangt Wolfsburg-Manager Klaus Allofs neun Millionen Euro – und will damit 75 Prozent der zwölf Millionen, die der VfL vor einem Jahr gezahlt hat, wiedersehen. Der Spieler hat jedoch durch seine Eskapaden deutlich an Marktwert verloren. Welcher Verein soll noch bereit sein, so viel Geld für einen derart mit Problemen beladenden Akteur zu bezahlen?

Gladbach winkt ab – stattdessen ins Ausland?
Kruse selbst hatte gehofft, dass sein Ex-Klub Borussia Mönchengladbach ihn zurückholen würde. Doch die Fohlen haben abgewunken. Manager Max Eberl erklärte, man werde „defintiv“ keinen Spieler mehr holen – abgesehen von der angestrebten Festverpflichtung von Christensen. Diesen Beitrag weiterlesen »